Dr. Stefanie von Berg, MdHB

Geboren: 1964
Beruf: Berufsschullehrerin
Wohnt in: Eimsbüttel
Homepage: http://www.stefanievonberg.de
Wie bin ich zur GAL bzw. zur Politik gekommen? Nun: Umweltschutz hat mich schon seit meiner Schulzeit interessiert, deswegen bin ich seit vielen Jahren Mitglied bei Greenpeace. Zur GAL komme ich jetzt aber auf einem ganz anderen Weg – nämlich über die Schulreform.

Mein Engagement für die Schulreform fußt nicht nur auf meinem beruflichen Hintergrund, sondern auch auf der Tatsache, dass ich von 2008 bis 2011 Elternratsvorsitzende der Schulversuchsschule Rellinger Straße war.

Von dort aus habe ich gemeinsam mit anderen Eltern aus ganz Hamburg die Initiative PROSchulreform aufgebaut und unsere Kampagne für die Reform und gegen „Wir wollen lernen“ begonnen. Über diese Arbeit und die spätere Mitarbeit bei den „Schulverbesserern“ (als Gründungsmitglied und zeitweilige Pressesprecherin) habe ich viele GAL-Mitglieder kennen gelernt und mit ihnen gemeinsam gearbeitet.

Diese Jahre waren zwar sehr, sehr anstrengend und zeitweilig enttäuschend, aber auch unglaublich bereichernd. Ich habe in der Zeit erfahren, dass ich zwei Jobs gleichzeitig schaffe. Ich habe gelernt, wie man Kampagnen organisiert, als Pressesprecherin mit den Medien arbeitet, Strategien aufstellt, Menschen zum Handeln mobilisiert und organisiert, Geld akquiriert, mit Leuten auf der Straße spricht und sie überzeugt und vor allem: wie man sich in politische Konflikte hineinbegibt. Und da hatte ich ein sehr breites Übungsfeld – auch in den Medien. An diese Erfahrungen habe ich durch meine Mitgliedschaft (seit Dezember 2010) und durch mein Mandat in der Bürgerschaft angeknüpft.

Neben meinem Mandat bin ich auch eine der Abgeordneten, die ihren Beruf weiter ausüben – wenn auch auf 75 Prozent reduziert. Eigentlich bin ich Berufsschullehrerin, arbeite aber seit 2004 ausschließlich in der Lehrerausbildung. Ich leite das Studienseminar Stade – diese Doppelbelastung ist zwar einerseits sehr anstrengend, andererseits aber auch bereichernd. Da bleibt für meine Familie (meinen Sohn, Jahrgang 1999 und meinen Mann) nicht sehr viel Zeit.

Meine Schwerpunkte sind Schul-/Bildungspolitik und Frauen-/Gleichstellungspolitik.


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Mein Wahlkreis:

Berg

Am 20. Februar 2011 wurden in Hamburg die Bürgerschaft und die Bezirksversammlungen neu gewählt. Ich bin dort als Kandidatin für die Bürgerschaft im Wahlkreis 6 (Eimsbüttel – West, Stellingen, Eidelstedt) auf Platz 2 der Wahlkreisliste für die GAL angetreten und habe 10.458 Stimmen und damit nicht nur das Direktmandat bekommen, sondern auch das zweitbeste Ergebnis aller Kandidierenden im Wahlkreis erhalten. Zudem konnten wir von der GAL alle gemeinsam 20,3% der Stimmen erlangen und sind so noch vor der CDU zweitstärkste Kraft.

Auch wenn in der Bürgerschaft die Interessen einzelner Wahlkreise zurücktreten müssen, wird es möglich und nötig sein, einzelne Themen des eigenen Wahlkreises – die teilweise auch exemplarischen Charakter für die ganze Stadt haben – voranzutreiben. Mit Sorge betrachte ich die zunehmende Gentrifizierung, die auch vor unserem Wahlkreis keinen Halt macht. Ich werde mich für eine Stadtplanung einsetzen, die bezahlbaren Wohnraum, z. B. auch in alternativen Bauformen wie Baugemeinschaften, ermöglicht – denn dies ist durch gezielte Vergabe von Liegenschaften und eine Kontingentierung für Projektentwickler machbar. Die Lebensqualität wird durch die Einrichtung von Gemeinschaftsstraßen – zum Beispiel der Osterstraße – bei gleichzeitiger Erhaltung und dem Ausbau von Grünflächen erhöht. Weitere wichtige und aktuelle Themen für unseren Wahlkreis sind die A 7-Deckelbebauung, barrierefreie Zugänge an allen U- und S-Bahn-Haltestellen und der Uni-Neubau, für die ich mich in der Bürgerschaft einsetzen werde.

Ich bin Mitglied der Stadtteilgruppe der GAL Eimsbüttel-West und Stellingen, die sich alle vier Wochen montags um 20.00 Uhr in der Geschäftsstelle der GAL Eimsbüttel (Methfesselstraße 38) trifft. Die genauen Termine können Sie hier erfahren.