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Drogen- & Suchtpolitik

Aus aktuellem Anlass hat das Ressort Drogenpolitik eine Kleine Anfrage (19/5121) an den Senat zum Thema "Kontrolle und Verstöße in Hamburger Spielhallen" eingereicht. Die Antwort des Senats liegt inzwischen vor.

Ebenfalls eingereicht wurde eine Kleine Anfrage (19/4707) an den Senat zum Thema "HaLT Projekt und Alkoholprävention". Die Antwort des Senates liegt inzwischen vor.

Hilfe statt Ausgrenzung

Repression in der Drogen- und Suchtpolitik ist eine Sackgasse. Der Konsum von Alkohol, Tabak, Medikamenten und illegalen Drogen ist gesellschaftliche Realität. Wir Grüne setzen uns deshalb für eine moderne und verantwortungsvolle Drogenpolitik ein, die Prävention, Beratung, gesundheitliche und soziale Hilfe in den Vordergrund rückt.

Drogenpolitik ist Gesundheitspolitik

Realistische Lösungen für die komplexen gesundheits- und gesellschaftspolitischen Probleme zu suchen und sie umzusetzen erfordert Mut und Ausdauer. Fragen der Prävention und Suchtbehandlung kommen in diesem Politikfeld eine Schlüsselrolle zu. Drogen sind nicht nur jene Substanzen, die per Gesetz als illegal definiert wurden, sondern auch psychoaktive Substanzen wie Alkohol, Zigaretten und Medikamente. Daneben gibt es aber auch substanzunabhängige Süchte wie das "Hungern bis zum Tode", Bulimie, Fresssucht und Glücksspiel.

Unsere Projekte in den kommenden vier Jahren

Kinder und Jugendliche stark machen

Eines unserer Hauptziele ist, Prävention und den verantwortungsvollen Umgang mit Drogen – gerade bei Kinder und Jugendlichen – zu stärken. Voraussetzung für einen gesunden Umgang mit Drogen ist Drogen- und Suchtkompetenz. Diese lässt sich nicht durch Repression, Verbote und Ausgrenzung erreichen, sondern nur durch Aufklärung und Vorbeugung. Suchtgefährdete Kinder und Jugendliche  müssen in der Präventionsarbeit frühzeitig und gezielt angesprochen werden. In einer Gesellschaft, in der Drogen wie Alkohol und Zigaretten zum Alltag gehören, müssen Kinder und Jugendliche den verantwortungsvollen, nicht gesundheitsgefährdenden Umgang mit Drogen lernen, über die Gefahren von Süchten aufgeklärt werden und Problemlösungen jenseits von Drogenkonsum einüben. Eine drogenfreie Kindheit gemäß des Jugendschutzgesetzes muss jedem Kind ermöglicht werden. Hier wollen wir Konzepte zur wirksamen Aufklärung und Prävention weiterentwickeln und umsetzen.

Analyse und bedarfsgerechte Entwicklung

In der laufenden Legislaturperiode wird ein Bericht über die Entwicklung des Drogenkonsums und den Stand der Drogenhilfssysteme erstellt. Nur wenn wir den genauen Umfang und Verbreitung von Drogenkonsum in unserer Stadt kennen, können wir bedarfsgerechte Hilfe anbieten. Erfolge und Bedarfe im bisherigen Drogenhilfesystem sollen analysiert werden, um Verbesserungen zu ermöglichen. So gibt es beispielsweise keine sicheren Daten über die Anzahl der Kinder aus suchtbelasteten Familien. Doch nur wenn wir hier genauere Informationen haben, können wir auch effektiv helfen.

Wirkungsvolle Hilfen statt Verteufelung von Suchtproblemen

Um Suchtbetroffenen Hilfe anbieten zu können, setzen wir uns für verschiedene konkrete Projekte ein, die eine bedarfsgerechte Unterstützung für die Betroffenen ermöglichen sollen.

So haben wir, dass das Heroin-Modell mit den bisherigen Teilnehmern fortgeführt und gesichert.

Ess- und Brechsucht sind schwerwiegende Erkrankungen, die gerade bei Minderjährigen schwere körperliche Schädigungen hinterlassen können. Wir haben für die laufende Legislaturperiode dafür gesorget, dass das Beratungsangebot für Minderjährige mit Essstörungen ausgebaut wird.

Ein falscher und ignoranter Weg ist unserer Auffassung nach der "kalte Entzug" bei Haftantritt, welcher lange praktiziert wurde. Jener muss nach in Zukunft vermieden und durch humanere und schonende Entzugsangebote ersetzt werden.

Zusätzliche Information

Spritze

Zuständig für das Thema:

Referat:

Henning Schweer
T: 040 / 32873 204
F: 040 / 427910 229
E-Mail

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