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Kreative Mileus

21. Januar 2010

Becker / Gümbel: „GAL begrüßt die Abkehr vom Höchstgebotsverfahren“

Die Erkenntnisse der Studie „Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg“ waren Gegenstand der Beratungen im Rahmen der Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft.

hell'yeah@flickr

Die Erkenntnisse der Studie "Kreative Milieus und offene Räume in Hamburg", die am Dienstag in der Freien Akademie der Künste vorgestellt wurden, waren Gegenstand der Beratungen im Rahmen der Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft. Die GAL-Fraktion hatte dieses Thema zur Debatte angemeldet.

Die Studie zeigt neue Perspektiven für die Stadtentwicklung auf. Sie macht deutlich, dass eine Politik im Sinne der "Kreativen Stadt" durch die Verbindung von Wissenschaft, Kultur- und Kreativwirtschaft auch wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Wichtigstes Handlungsfeld ist die "Offene Stadt Hamburg". Das macht eine Stadtentwicklungspolitik erforderlich, die kreative Räume und Milieus als Ressource für städtische Innovationen begreift und ermöglicht. Instrumente einer solchen Politik der Offenen Stadt sind neben der Schaffung von rechtlichen Rahmenbedingungen, der Finanzierung und Förderung, vor allem die Etablierung einer neuen Flächenpolitik, sowie neue Planungsverfahren mit dynamischen und offenen Entwicklungsprozessen.

"Die vom Senat bekundete Abkehr vom Höchstpreisverfahren bei der Vergabe städtischer Liegenschaften ist die wichtigste Voraussetzung für eine neue Stadtpolitik", so Eva Gümbel, kulturpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion. "Künftig sind die Konzepte, also der Nutzen für die Allgemeinheit, wichtiger als der Profit bei der Vergabe städtischer Grundstücke und Liegenschaften. Das ist ein wichtiger Meilenstein für eine neue Kultur in der 'Offenen Stadt Hamburg'."

Für die Entwicklung sogenannter "kreativer Cluster" empfiehlt das Gutachten das Entwickeln einer neuen Planungskultur. "Wie erfolgreiche Projekte z.B. in den Niederlanden zeigen, können durch mehr Mut zu Experimenten und mehr Offenheit in den Köpfen auch Projekte möglich werden, die häufig an gewohnten Verhaltensmustern der Beteiligten scheitern. Der Senat hat durch sein Umdenken im Fall des Gängeviertels bereits einen guten Anfang gemacht", sagt dazu Horst Becker, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der GAL-Fraktion.

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