Hochbahn stoppt Ökostrom-Lieferung

Verheerendes Signal – Senat muss Notbremse ziehen


Die Hochbahn will künftig keinen Ökostrom mehr beziehen. Als Abnehmerin von jährlich rund 150 Mio. Kilowattstunden soll dies rund 300.000 Euro einsparen. Die GAL-Fraktion hält die Entscheidung für ein verheerendes Signal - zumal sie wenige Tage nach Ablauf des Umwelthauptstadt-Jahrs bekannt wurde. Die Grünen fordern Senator Horch auf, als Hochbahn-Chefaufseher diese Entscheidung zu stoppen.

Jens Kerstan, energiepolitischer Sprecher und Vorsitzender der GAL-Bürgerschaftsfraktion, erklärt:

„Dies ist ein verheerendes Signal. Senator Horch muss jetzt die Notbremse ziehen. Als Aufsichtsratsvorsitzender muss er dafür sorgen, dass die Hochbahn weiter auf Ökostrom setzt. Ein Senat, der 259 Millionen, für eine zweifelhafte Busbeschleunigung ausgibt, kann nicht ernsthaft wegen 300.000 Euro Ersparnis auf sauberen Strom verzichten.

Absurd ist es, dass die Hochbahn die gerade gestiegenen Fahrkartenpreise mit den höheren Energiekosten begründet hat. Kaum ist die Erhöhung durchgewunken, wird bei den Energiekosten und bei den ökologischen Standards gespart.

Und noch etwas kommt hinzu: der Zeitpunkt. Schon während Hamburg Umwelthauptstadt Europas war, begleitete der Senat dies lustlos und lieblos. Kaum ist das Jahr der Umwelthauptstadt abgelaufen, verabschiedet sich Hamburg mit der Hochbahn-Entscheidung von einem weiteren Umweltstandard. Der Senat lässt damit seine Maske fallen. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass Hamburg derzeit vom umweltfeindlichsten Senat seit mindestens 30 Jahren regiert wird.“



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