Senat muss Flagge hissen
Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist nach wie vor eine weit verbreitete Verletzung der Menschenrechte. Nach UN-Angaben wird weltweit jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben geschlagen, vergewaltigt oder anderweitig missbraucht.
Um das Bewusstsein dafür zu schärfen und auf Projekte und Aktionen gegen Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen, hat die Organisation „Terre des femmes“ vor elf Jahren eine deutschlandweite Fahnenaktion ins Leben gerufen. Verbände, Organisationen, Verwaltungen oder Kirchen hissen die Flagge am 25. November jeden Jahres, dem internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“.
Im vergangenen Jahr wehte die Flagge auf Initiative der Grünen an der Justizbehörde. Die GAL-Bürgerschaftsfraktion fordert nun den Senat in einem Antrag auf, diese Flagge am 25. November am Rathaus zu hissen und damit ein Zeichen zu setzen.
Dr. Stefanie von Berg, frauenpolitische Sprecherin der GAL Bürgerschaftsfraktion:
„Auch in Hamburg ist Gewalt gegen Frauen ein aktuelles Thema. Dies zeigt sich nicht zuletzt in der Tatsache, dass die Hamburger Frauenhäuser seit Jahren überbelegt sind. Es gibt weit mehr Frauen in Notlagen als vorhandene Plätze. Der Senat beteuert immer wieder, dass er Gewalt an Frauen aktiv bekämpfen wolle. Mit dem Hissen der Flagge am Rathaus kann er deutlich machen, dass ihm die Probleme der betroffenen Frauen tatsächlich ein Anliegen sind.“
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