Professorenstelle gestrichen

Hamburg braucht Ausbildung in der Denkmalpflege


Wie aus der Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der GAL-Fraktion hervorgeht, wird die Professur für Kunst- und Architekturgeschichte Hamburgs, Norddeutschlands und Nordeuropas nicht wiederbesetzt. Die GAL-Fraktion sieht darin bereits die Auswirkungen des SPD-Spardiktats. Auch für die Denkmalpflege ist diese Entscheidung ein herber Rückschlag.

Bereits am 22. Januar 2010 wurde Prof. Hermann Hipp an der Universität Hamburg emeritiert. Eine Wiederbesetzung der Professur ist nicht vorgesehen. Diese Professur war auch wichtig für die Ausbildung des Nachwuchses in der Denkmalpflege. Die Kulturbehörde bewertet den Vorgang daher ebenfalls negativ, da dadurch „die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Kooperationen zwischen der Behörde und universitärem Bereich sowie den Chancen der Absolventinnen und Absolventen der UHH, einen Berufseinstieg in der Denkmalpflege zu erhalten, verringert“ werden.

Dr. Eva Gümbel, wissenschaftspolitische Sprecherin der GAL-Fraktion, sagt dazu:

„Für die Denkmalpflege in Hamburg ist dies ein herber Rückschlag. Es zeigt sich, dass die mangelnde Finanzausstattung der Hochschulen nicht ohne Folgen bleibt.“

Christa Goetsch, kulturpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion, ergänzt:

„Das Auslaufen der Professur setzt ein schlechtes Zeichen für den Denkmalschutz in unserer Stadt. Die wissenschaftliche Begleitung von Projekten sowie die Ausbildung von Nachwuchs wird nun in anderen Städten erfolgen, die keinen Bezug zu Hamburgs Stadtgeschichte haben.“



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