Integration

Warme Worte vor der Wahl – danach sind Scholz die Migranten egal


Vor der Wahl hat Olaf Scholz in mehreren Interviews angekündigt, dass die Zeit längst reif sei für mehr Minister mit Migrationshintergrund – auch in Hamburg. Das ließ viele Menschen hoffen, er würde dies bei der Bildung des Senats in die Tat umsetzen. Die GAL-Fraktion stellt fest: Chance verpasst.

Filiz Demirel, Abgeordnete der GAL-Bürgerschaftsfraktion, erklärt dazu: „Viele warme Worte zur Integration gab es vor der Wahl – jetzt sind Herrn Scholz die Migranten anscheinend wieder egal. Das zeigt sich vor allem an einer Tatsache: Gegenüber der taz und dem Hürriyet hatte er klar gesagt, die Zeit sei reif für Migranten als Minister – auch in Hamburg. Das war heiße Luft: Kein Senatsmitglied und niemand von den Staatsräten hat einen Migrationshintergrund. In der Einwandererstadt Hamburg, in der mehr als 180 Sprachen gesprochen werden, hat der Bürgermeister gleich am Start eine Chance verpasst und viele Menschen verprellt. Bittere Enttäuschung darüber ist mir in vielen Gesprächen nach der Nominierung des Senats begegnet. Wer die Lippen spitzt, Herr Scholz, der sollte auch pfeifen.“

 

 

Im taz-Interview sagte Olaf Scholz am 5.12.2010:

[…] Ist es für die SPD Zeit, einen Migranten zum Minister zu machen?

Ja, die Zeit dazu ist längst gekommen. In allen Bundesländern. Auch in Hamburg. […]

www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ich-laestere-nicht/
  und www.olafscholz.de/1/pages/index/p/3/1199



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