AKN soll S-Bahn werden

S-Bahn nach Kaltenkirchen wird kommen


Gute Nachricht für Pendler an Hamburgs nördlicher Stadtgrenze: Der Verkehrsausschuss der Bürgerschaft hat sich am Freitagabend auf Initiative der GAL-Fraktion auf den weiteren Betrieb der AKN-Strecke verständigt. Kernpunkt dabei: Die Strecke zwischen Hamburg-Zentrum und Kaltenkirchen soll künftig elektrisch und als S-Bahn betrieben werden.

Dazu erklärt Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion:

„Ich freue mich, dass sich die SPD zur AKN bekennt und die Elektrifizierung der Strecke als einzige zukunftsweisende Lösung betrachtet. Die Metropolregion im Norden wird künftig besser an Hamburg angebunden. Da sich auch Schleswig-Holstein schon für die AKN als S-Bahn ausgesprochen hat, können die Züge baldmöglichst leise und abgasfrei durchs Land rollen.“

Die schleswig-holsteinischen Grünen und die GAL-Fraktion hatten im Oktober 2011 zwei gleichlautende Anträge in den Kieler Landtag und in der Hamburgischen Bürgerschaft eingereicht, in denen sie eine leistungsfähigere Schienenanbindung zwischen Kaltenkirchen und Hamburg-Zentrum fordern. Der Kieler Landtag konnte sich bereits interfraktionell auf eine gemeinsame Linie einigen. Nun hat der Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft nachgezogen und sich ebenfalls für den Ausbau der AKN-Linie zur S-Bahn bis zum Hamburger Hauptbahnhof ausgesprochen.

„Eine S-Bahn auf dieser Nordwest-Strecke kann vielen Auto-Pendlern den Umstieg auf die Schiene erleichtern. Auf Hamburger Gebiet bekommen die Stadtteile Eidelstedt und Schnelsen eine komfortable und attraktive Anbindung“, erklärt Steffen weiter.

Hintergrund:

Hamburg muss in Kürze den Auftrag für den Betrieb der S-Bahn ab dem Jahr 2018 neu ausschreiben. Die AKN muss zudem in Kürze neue Züge beschaffen, die in der Regel 30 Jahre lang im Einsatz sind. Da sich Hamburg und Schleswig-Holstein nun für einen elektrischen Antrieb aussprechen, können die Vergabe der Strecke und weitere Investitionen gezielter vollzogen werden. Ohne die Entscheidung zur Elektrifizierung könnte die Strecke nicht zur S-Bahn ausgebaut werden. Auf keiner der Schienenverbindungen von und nach Hamburg ist der Anteil der Bahn-Pendler geringer als bislang auf der AKN-Strecke.



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