Verkehrspolitik

Stadtrad für Harburg


In ihrer Sitzung am Mittwoch debattierte die Bürgerschaft über den Bau von Stadtrad-Stationen in Harburg. Die GAL-Fraktion fordert in einem Antrag, das Fahrradleihsystem auch südlich der Elbe deutlich auszuweiten.

Dr. Till Steffen, verkehrspolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, sagt dazu:

„In allen Bereichen wird der Sprung über die Elbe beschworen – ausgerechnet beim Erfolgsmodell Stadtrad sind bisher nicht mehr als kleine Hopser drin. Die Großstadt Hamburg hat ehrgeizige Ziele beim Klimaschutz und zur Erhöhung des Radverkehrsanteils. Gerade Harburg kann hier eine wichtige Rolle spielen.“

Im April hatte der Senat geäußert, dass trotz umfangreicher Planungen und vielen neugebauten Stationen zurzeit keine Ausdehnung des Systems auf Harburg beabsichtigt sei.

„Dies ist ein Fehler. Der Senat sollte hier umdenken“, kritisiert Steffen. „Die Stadt  sollte möglichst viele Menschen zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen. Harburg hat hier enormes Potenzial, das einfach erschlossen werden kann. Die dortige Eigeninitiative ‚Channel-Bike’ zeigt, dass es eine Nachfrage an Leihrädern gibt. Das Stadtrad bietet viel Komfort und hat den Vorteil, dass es auch in anderen Stadtteilen ausgeliehen und zurückgegeben werden kann.“

Hintergrund

Im Juli 2009 gestartet, hat sich das Stadtrad Hamburg zum erfolgreichsten Leihfahrradsystem in ganz Deutschland entwickelt. Über 100.000 Nutzerinnen und Nutzer sind bereits registriert und können an 83 Stationen mehr als 1.000 Fahrräder ausleihen. Die erste halbe Stunde ist dabei kostenlos. In diesem Jahr sollen noch weitere 64 Stationen mit 500 zusätzlichen Stadträdern hinzukommen. Die Stadt unterstützt das Projekt mit rund 1,5 Millionen Euro im Jahr.



2 Kommentare

Radfahren muss Spaß machen. Wenn das der Fall ist, steigen die Menschen vom Auto aufs Rad um und genau das wollen wir erreichen. Dabei ist es wichtig, gute Wege und gute Verbindungen zu haben, aber das Transportmittel selbst spielt auch eine Rolle.
Mit einem Pedelec können auch Menschen Radfahren, denen das sonst etwas schwer fällt: Körperlich eingeschränkte, ältere, nicht ganz so sportliche. Ein Hilfsmotor unterstützt beim Treten, ganz so einfach macht ein Pedelec das Radeln also nicht, es rollt nicht von alleine.
Es eröffnet also Menschen, die das Radfahren für sich verworfen haben, eine neue Perspektive.

Das fehlt auch noch? Herr Steffen war lange nicht hör und sehbar darum dieser dusseligt Auftritt. Als Senotor schon ünfähig, jetzt mit einer weiteren dusseligen Idee. Das Elektrorad wird anscheinend vom Fahrraddynamo versorgt. Was diese Dummheit für Kosten und Folgekosten erzeugt, davon kein Wort, aber zu Lasten des HVV. Wer schon ein Fahrrad leiht, soll sich auch bewegen und kräftig treten. Was von der GAL kommt ist genau so hohl wie das was Sie in der Bürgerschaft mit der CDU geleistet hat.
Bei den nächsten Wahlen bekommen Sie die Quittung.