Hamburg braucht verlässliche Förderung
Im vorgelegten Haushalt des SPD-Senats hatte sich für die ehrenamtlich Aktiven der Sparhammer versteckt. Um 90% sollen die Mittel für die Ehrenamtsförderung gestrichen werden. Dies sei lediglich eine kurzfristig Absenkung, konterte die SPD. Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes herrscht noch immer keine Klarheit. Die GAL-Fraktion hakt mit einer Kleinen Anfrage an den Senat nach.
Hierzu erklärt Katharina Fegebank, sozialpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion:
„Wer die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements um 90 Prozent eindampft, muss sich die Fragen gefallen lassen, welchen Stellenwert das Ehrenamt noch haben soll. Wir haben von der SPD hierzu leider kein klares Bekenntnis gehört. Der Internationale Tag des Ehrenamtes wäre eine wunderbare Gelegenheit, sich endlich mal zu äußern. Wir sind gespannt, was der Senat der Stadt für eine Lösung präsentieren will. Wir erwarten eine verlässliche Finanzierungszusage zugunsten des Ehrenamtes auch für die kommenden Jahre.“
Hintergrund:
Die schwarz-grüne Koalition hatte im Haushaltsentwurf 2010/11 erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Förderung des Freiwilligenengagements zu verbessern. Der Fördertopf sah ursprünglich 279.000 Euro jährlich für die Freiwilligenförderung vor. Unterstützt werden insbesondere Netzwerk-Projekte wie etwa die Freiwilligenbörse aktivoli.de. Der Haushaltstitel wird von der SPD schon im laufenden Jahr um knapp 90 Prozent auf 29.000 Euro gekürzt.
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