Auf schöne Worte müssen Taten folgen
Am Dienstag will der Senat mit der Dekadenstrategie ein umfangreiches Sportprogramm verabschieden. Die Grünen begrüßen, dass der Sport als Querschnittsaufgabe im Arbeitsprogramm des Senats verankert wird. Sie fordern den Senat aber auf, zügig Klarheit über die Finanzierung des Sportprogramms zu schaffen.
Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion Christiane Blömeke:
„Die Dekadenstrategie enthält eine Reihe vernünftiger Vorschläge. Andere Vorschläge, die auf den ersten Blick gut und sinnvoll scheinen, müssen genau geprüft werden, so zum Beispiel die Änderung der Lärmschutzverordnung.
Die Umsetzung der Dekadenstrategie steht und fällt mit der Finanzierung. Den schönen Worten muss der Senat jetzt Taten folgen lassen. Senator Neumann und Bürgermeister Scholz müssen zügig erklären, woher die zusätzlichen Mittel zur Umsetzung der Strategie kommen sollen.
Die Behauptung des Senats, dass kein zusätzliches Geld gebraucht werde, halte ich für wenig glaubwürdig. Eine Doppelrennbahn und der Ausbau des Schwimmunterrichts sind aus den vorhandenen Mitteln nicht zu finanzieren.“
Hintergrund
Die „Zukunftskommission Sport“ hat Ende September 2011 ihre Strategie für die sportpolitische Entwicklung Hamburgs vorgelegt. Damit wird die Entwicklung des Hamburger Sports in den nächsten zehn Jahren beschrieben. Mit dem morgigen Senatsbeschluss werden die Fachbehörden und Ämter unter Federführung der Behörde für Inneres und Sport mit der Umsetzung der Maßnahmen beauftragt. Zur Finanzierung der Maßnahmen macht der Senat jedoch keine Angaben. Die finanziellen Auswirkungen der Dekadenstrategie sollen nach Angaben des Senats zu einem späteren Zeitpunkt mit weiteren Drucksachen konkretisiert werden.
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