Tierversuchsfreie Forschung stärken

Schluss mit unnötiger Tierquälerei


Die GAL-Fraktion will in der Bürgerschaftssitzung am Donnerstag mit einem Zusatzantrag den Tierschutz in Hamburg stärken. So soll ein Förderpreis für tierversuchsfreie Forschung von der Stadt ausgelobt und die Hamburger Tierversuchskommission zur Hälfte mit Vertreterinnen und Vertretern der Tierschutzverbände besetzt werden.

Heidrun Schmitt, Sprecherin für Tierschutz in der GAL-Bürgerschaftsfraktion, sagt dazu: 

„Tierversuche sind schlicht Tierquälerei. Wir fordern deshalb, dass Hamburg mit einem eigenen Forschungspreis die tierversuchsfreie Forschung stärkt und so ein starkes Signal für den Tierschutz setzt. Innovationen im Bereich der Forschung, die gänzlich ohne Versuche an Tieren auskommt, müssen gezielt unterstützt werden.“

Eine weitere grüne Forderung ist die paritätische Besetzung der Hamburger Tierversuchskommission. Sie soll sich künftig zur Hälfte aus Vertreterinnen und Vertretern der Tierschutzverbände zusammensetzen. Aufgabe der Kommission ist es, Versuchsanträge zu prüfen und gegebenenfalls zu genehmigen. Die Interessen des Tierschutzes könnten so bei den Entscheidungen angemessen berücksichtigt werden. Zudem sollen die Landes-Versuchstierstatistiken ab sofort automatisch und gebührenfrei im Internet veröffentlicht werden und so für mehr Transparenz sorgen.

Die GAL-Fraktion unterstützt zugleich den Antrag der SPD-Fraktion, der unter anderem die Einführung eines Verbandsklagerechts für Tierschutzverbände vorsieht. Heidrun Schmitt erklärt hierzu:

„Wir befürworten den Antrag der SPD. Allerdings würden wir es für sinnvoll erachten, auch die Einführung des weitergehenden Anfechtungsrechts zu prüfen. Damit wäre es möglich, bereits im Vorfeld von Genehmigungsverfahren für die Rechte von Tieren einzutreten – und nicht erst im Nachhinein, wie bei der Feststellungsklage.“

Hier geht es zur Rede von Heidrun Schmitt in der Bürgerschaft.



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