Maklercourtagen

Keine faulen Kompromisse


In der Aktuellen Stunde am Mittwoch debattiert die Bürgerschaft auf Antrag der GAL-Fraktion über Maklercourtagen. Die Grünen hatten bereits im November einen Antrag gestellt, der das Prinzip „Wer bestellt, soll bezahlen“ fordert. Den SPD-Vorschlag sieht die GAL als faulen Kompromiss.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Anjes Tjarks, erklärt dazu:

„Die Mieterinnen und Mieter sind bisher häufig die Dummen. Sie zahlen einen horrenden Preis für eine sehr überschaubare Leistung, die sie zudem nie in Auftrag gegeben haben. Das wollen wir mit einer Bundesratsinitiative ändern. Unser Ziel ist das Prinzip: ‚Wer bestellt, soll bezahlen‘. Der Vermieter beauftragt den Makler, also muss er auch für dessen Honorar aufkommen.“

Die SPD-Fraktion hat nun öffentlichkeitswirksam einen Gegenantrag zur GAL-Initiative vorgestellt, nach dem sich Mieter und Vermieter die Courtage teilen sollen. Sie hat diese Position damit begründet, dass ein Antrag mit der Forderung nach dem Bestellerprinzip an der schwarz-gelben Regierungsmehrheit scheitern würde.

Dazu sagt Tjarks:

„Wir bedauern, dass die SPD unserem Vorschlag nicht folgen will. Die Aufteilung der Maklerkosten auf Mieter und Vermieter ist ein fauler Kompromiss. Herr Grote macht Kompromissvorschläge an Schwarz-Gelb, bevor er die Position der anderen kennt. Die CDU-Fraktion hat mittlerweile angekündigt, das Bestellerprinzip zu unterstützen. Die SPD muss sich entscheiden, wem ihre Solidarität gilt – dem Ring Deutscher Makler oder den Mieterinnen und Mietern Hamburgs.“



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