Wissenschaft

HCU erhalten - Unterfinanzierung der Hochschulen ist das Problem


Die FDP-Fraktion will eine Fusion von HafenCity Universität und Technischer Universität Harburg prüfen lassen. Dies lehnt die GAL-Fraktion strikt ab.

Eva Gümbel, die hochschulpolitische Sprecherni der GAL-Fraktion, erklärt mit Blick auf die Bürgerschaftsdebatte zu dem Thema:

„Nur wer bewusst die Fakten ignoriert, kann von Fusionen in der Hamburger Hochschullandschaft träumen. Das Problem ist die Unterfinanzierung der Hochschulen – nicht die Hochschulstruktur. Eine Fusion löst nicht die Probleme. Wir brauchen mehr Geld für Wissenschaft und Forschung.“

In einem offenen Brief an die FDP hatte HCU-Präsident Walter Pelka eindringlich dargelegt, dass durch eine Fusion nur ein geringer Betrag gespart werden könne. Auch weiterhin müssten Studienplätze angeboten und Personal beschäftigt werden, so Pelka. Nur durch eine vollständige Auflösung der HCU könnte die vom SPD-Senat geplante Kürzung im Wissenschaftsetat umgesetzt werden. Das würde den Wissenschaftsstandort Hamburg aber weiter schwächen. Eine Ausbildung in Architektur oder Stadtplanung würde es dann in Hamburg nicht mehr geben.

Auch Einsparungen im Verwaltungsbereich sind kaum möglich. Die HCU hat bereits heute eine gemeinsame Verwaltungseinheit (AdHoch) mit der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und Theater.

2005 hatte die Bürgerschaft die Gründung einer eigenständigen Hochschule für Baukunst und Metropolenentwicklung beschlossen. Als Standort wurde die HafenCity ausgewählt. Die GAL hatte sich frühzeitig für solch eine neue Universität ausgesprochen. Die Grünen hatten damals aus der Oppositionsrolle weitreichende Änderungswünsche durchgesetzt und für die Gründung gestimmt.



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