Wohnungsbauförderprogramm 2011

Gutes Ergebnis, aber mit Kehrseite


Am Dienstag wurden vom Senat die Zahlen des Wohnungsbauförderprogramms 2011 vorgestellt. Seit 2008 steigt die Zahl der Sozialwohnungen Angefangen von rund 500 Einheiten bis zum jetzigen Stand von 2.147 jährlich um 500 bis 600 Stück. Die GAL-Fraktion sieht die Stadt hier auf einem insgesamt richtigen Weg.

Olaf Duge, der stadtentwicklungspolitische Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion, erklärt hierzu:

„Die Anzahl der Sozialwohnungen geht eindeutig in die richtige Richtung. Endlich kommen wir hier auf einen grünen Zweig. Allerdings haben die Ergebnisse eine Kehrseite. Die SAGA/GWG scheint sich aus der geförderten Wohnungsmodernisierung zu verabschieden. Neubau ist wichtig, aber die Modernisierung darf nicht hinten runterfallen.

Im sogenannten Zweiten Förderweg sind die Zahlen noch stark verbesserungswürdig. Wenn Senatorin Blankau die Zielmarke von 800 vorgibt und nur 25 erreicht, muss hier kräftig nachgelegt werden. Diese Wohnungen sollten vor allem in den stark nachgefragten Innenstadtgebieten entstehen. Wir vermuten, dass die mangelnde Nachfrage der Wohnungsbauunternehmen ein Zeichen der zunehmenden Gentrifizierung in den beliebten Stadtteilen ist. Hier muss der Senat mit weitreichenden Sozialen Erhaltungsverordnungen gegensteuern.“

Die GAL hatte im Dezember dieses Instrument als Quartiers-Schutzschirm für 13 weitere Stadtteile gefordert. Die Beratung hierüber wird im März im Stadtentwicklungsausschuss erfolgen. Spätestens dann muss der Senat Farbe bekennen.



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